Sonntag, 2. Januar 2011

Tiere, Tiere, Tiere..und St Lucia

Zum Zululand Private Game Reserve gehören zwei Lodges. Aber außer unserer Gruppe waren nur noch 6 Personen dort. Dabei ist es dort wunderschön, zumal die Rundhäuser frisch renoviert sind. Das hat sich wohl noch nicht herum gesprochen. Frühstück war dann auch nicht in “unserer” Lodge sondern in der Zululand Tree Lodge, die wir so dann auch noch kennen gelernt haben. Um 9h sind wir dann in das Huhluwe-Imfolzi Game Reservat gestartet. Obwohl wir nur die Asphaltstraße nutzen könnten haben wir wieder viele Tiere gesehen - teilweise zum Anfassen nahe. Innerhalb des Parks gibt es das sehr schöne Hilltop Restaurant auf ca 500m Höhe. Der Blick in die weiter Landschaft ist überwältigend. Heute war es auch etwas wolkiger, so dass man nicht der prallen Sonne ausgesetzt war. Mein Schnupfen ist nicht besser geworden, so haben wir uns im Supermarkt in St Lucia noch mit Tempo und Nasenspray eingedeckt. Man ist zwar nicht richtig krank, aber irgendwie fühlt man sich mit tropfender Nase doch unwohl. Gegen 15h waren wir in St Lucia in unserer wieder sehr schönen Lodge “Lidiko”. St Lucia ist ein Badeort im UNESCO-Weltkulturerbe Wetland Park. Das Angebot, noch mit zum Strand zu kommen, haben wir nicht wahrgenommen. Unsere Lodge hat einen kleinen aber feinen Swimmingpool und der Innenhof ist als tropischer Garten wunderbar angelegt. Also gehe ich gleich lieber in den Pool und pflege meinen Schnupfen. Um 19h gibt’s Abendessen - diese Gegend ist für ihre hervorragenden Fisch- und Prawnsgerichte berühmt. Vielleicht fällt da für uns ja auch was ab. Noch ein Wort zum Essen auf unserer Tour: uneingeschränkt hervorragend. Leider wird uns das Fischrestaurant mit seinem hervorragenden Essen auch in unangenehmer Erinnerung bleiben. Mindestens zwei Teilnehmern der Reise (einer davon war ich) ist die Kreditkarte kopiert worden und es sind unrechtmässige Zahlungen damit erfolgt.









Durch Swaziland

Wir fahren vor 8h ab, die Sonne knallt schon vom Himmel. Erstes Ziel ist ein ehemaliges Entwicklungsprojekt zur Herstellung von Kerzen. Sehr schön gemacht, alle möglichen Tiere in Kerzenform, dazu natürlich wieder Shops mit Batik, Taschen und Schmuck! Vorbei an Ananasfeldern geht es Richtung Manzini, grösste Stadt in Swaziland. Es ist ein buntes Treiben als wir auf den Markt kommen. Er ist nicht sehr groß, dafür aber ziemlich schmutzig. Trotzdem wird hier verkauft und eingekauft während uns Touristen der Schweiß den Rücken entlang läuft. Man sieht einige Handwerker, vornehmlich Frauen, die an Nähmaschinen arbeiten die ins Museum gehören oder andere, die aus Kunststoffstreifen bunte Einkaufstaschen flechten. Weiter geht unsere Reise nach Südosten über Big Bend zur Grenze von Swasiland zur südafrikanischen Provinz Kwa Zulu Natal. An der Grenze heißt es anstehen aber nach 45 Minuten sind wir wieder eingereist. Im Bus kämpft die Aircondition gegen die Hitze an und unser Gertränkeverbrauch ist beachtlich. In der Nähe von Mkuze machen wir Mittagspause im Ghost Mountain Inn. Eine wunderschöne Lodge mit gutem Essen macht uns fit für den Rest der heutigen Tagesstrecke. Bald sind wir in unserer Safari Lodge mit schönen, neu renovierten Häusern. Für die anschliessende Land Rover Safari melden sich nur noch 5 Reiseteilnehmer. Der Rest will lieber am Swimmingpool entspannen. Wir waren mit auf Tour und haben es nicht bereut. In dem relativ kleinen privaten Wildpark sind wir bis auf wenige Meter an Breitmaulnashörner und Giraffen heran gekommen. Das war noch mal etwas für die Bildergalerie. Und außerdem gab`s im Busch auch noch ein kleines Picnic mit eisgekühltem Bier. Kein Wunder, dass wir von dem guten Abendessen nur noch wenig genießen konnten. Müde waren wir auch und deshalb lagen wir früh im Bett.

Herrliche Ausblicke

 Markt in Manzini/Swaziland



See beim Ghost Mountain Inn

Webervögel bei der Arbeit

 Zululand Safari Lodge


Umtrunk nach der Safari im Hluhluwe Game Reserve

Zululand Safari Lodge

Swaziland


Um 07:30 h Angel uns schon zur Abreise bestellt. Heute gibt`s Frühstück im Busch. Wir fahren erst 15 Minuten mit dem Land Rover und stehen plötzlich vor einer reich gedeckten Frühstückstafel mitten im Busch. Die Lodge hat alles prächtig vorbereitet - ein Frühstück wie im Hotel. Leider müssen wir diesen schönen Platz verlassen, es geht über die Grenze nach Swaziland: selbständiges Königreich von Englands Gnaden seit 1968. Eine Million Einwohner, 190 x 150 km Ausdehnung mit der Hauptstadt Mbabane. An der Grenze erwartet uns noch eine Stunde Folklore bevor wir dann durch die schöne und grüne Hügellandschaft über Piggs Peak zu einer Glashütte kommen, in der recyceltes Glas zu schönen Gläsern und Objekten verarbeitet wird. Natürlich gibt`s da auch noch anderes Kunstgewerbe auf einem beachtlichen Niveau. So wird dann neben der Mittagspause auch schon mal an Mitbringsel für nach Hause gedacht. Und dann öffnet sich auch noch der Himmel mit einem tropischen Regenschauer. Nach einer Stunde ist alles vorbei, als wir in die Matenga Lodge kommen tröpfelt es noch etwas und vor dem Abendessen scheint schon wieder die Sonne. Klar gibt es hier WLAN und die Verbindung ist schon wieder katastrophal. Wenigstens habe ich noch gesehen, dass in Deutschland das Hoch “Petra” Schnee und Eis im Überfluss beschert. Da sind wir hier schon richtig aufgehoben.

                                      
Ausblicke von der Kwa Madwala Lodge



Frühstück im Busch

Folklore für die Touristen

Bei der Matenga Lodge
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"The big five"

Der Stolz eines jeden Reisenden (oder auch der Ehrgeiz) besteht darin, während der Reise die "big five" in freier Wildbahn zu sehen (Elefant, Nashorn, Leopard, Büffel und Löwe). Gestern ist es uns  nicht ganz gelungen - der Löwe fehlte in der “Sammlung”. Wir starten heute etwas später wieder mit unserem Bus und Gepäckanhänger und haben noch etwas Zeit im “Krüger”. Leider dürfen wir nur die geteerten Strassen befahren - schlechte Karten um einen Löwen zu sehen. Aber das Glück war uns hold - eine ganze Löwenfamilie mit 7 oder 8 Tieren kreuzt vor uns ohne Hast die Strasse - und als wir dachten das war`s, kamen die zwei “Häuptlinge” langsam hinterher, kreuzten die Strasse und verschwanden langsam im Busch. Jagdglück!!
Nach einer Kaffeepause verlassen wir den Krüger National Park durch das Malelane Gate, gehen zu Fuß über die Brücke des Crocodile Flusses und sehen unter uns faul ein riesiges Krokodil am Ufer des trüben Flusses in der Sonne liegen. Im kleinen Städtchen Malelane machen wir Pause beim großen Einkaufszentrum und fahren weiter in die Kwa Madwala Lodge mit dem 4000 ha großen privaten Tierpark. Kwa Madwala bedeutet “Auf den Felsen”. Nomen est omen: zwischen riesigen Felsbrocken auf einer Anhöhe liegt die Lodge mit wunderbaren Häusern die alle einen traumhaften Blick in die Landschaft bieten. Jedes Haus hat eine uneinsehbare Terrasse und Freiluftdusche. Die Rückseite des Restaurants besteht aus riesigen Felsbrocken und die Restauranttoilette - unbeschreiblich, für stundenlanges Sitzen und Blick in die Weite der Landschaft. Mit einem Wildhüter machen wir noch eine Wanderung im Busch - fast drei Stunden sind wir unterwegs und neben den allgegenwärtigen Impalas begegnen wir zum Greifen nahe noch eine Giraffenfamilie und sehen vom Uferrand eines Sees respektvoll auf eine Flusspferdefamilie mit acht Tieren.
Das Abendessen ist erstklassig, nur die WLAN-Verbindung für meinen Bericht hilft mir wieder mal nicht weiter.


Empfang in der Kwa Madwala Lodge

WC mit Ausblick

Blick von der Kwa Madwala Lodge


Safari im "Krüger"

Um 06:15h geht es los. Zwei offene Geländewagen stehen für uns bereit mit Fahrer und deutschsprachigen Guides (Jessica ist Deutsche und hat ihre Wurzeln in Berlin). Die Geländewagen sind geräumig, jeder hat einen Eckplatz (für die Fotografen ganz wichtig) und man sitzt auch ziemlich hoch mit einem guten Überblick über das Gelände. Der Fahrtwind ist zunächst noch recht frisch aber im Laufe des Tages wird das Thermometer noch über 30 Grad klettern. Da ist der Fahrtwind dann ganz angenehm. Natürlich hat jeder seine Kamera “schussbereit” und die Ausbeute wird sich lohnen - wie ich im Nachhinein feststellen kann. Wir sehen sehr viel mehr Tiere als ich erwartet hatte: viele Elefanten und ganze Herden Impalas (“Raubtierfutter” sagt Jessica). Und um es kurz zu machen: Vor unserer Kamera präsentieren sich Giraffen, Breit- und Spitzmaulnashörner, Adler, Kudus, Flusspferde, Warzenschweine, Gnus und auch ein Leopard. Lediglich einen Löwen haben wir nicht zu Gesicht bekommen - die anderen Touristen heute übrigens auch nicht wie wir dem Streckenfunk entnommen haben. Dazu gab es dann noch viele schöne und farbenfrohe Vögel und die wunderbare Landschaft des National Parks.
Um 16h waren wir nach 10 Stunden Safari und zwei kürzeren Pausen wieder im Camp. Zwischenzeitlich hatten wir wohl einen Besuch in unserem Haus: zwei Papaya, die in der Küche lagen, waren angeknabbert. Na ja, so ist das eben im “Urwald”.

Tourist auf Safari








Zum Krüger National Park

Welch ein Wandel während der Nacht! Regen und Wolken sind wie weg geblasen und die Sonne weckt uns am frühen Morgen. Auf der Terrasse ist der Frühstückstisch gedeckt und wir genießen den Tagesbeginn in der wärmenden Sonne mit dem Blick über das weite Tal. Schade, dass wir jetzt schon die Lodge verlassen - Richtung Krüger Nationalpark.
Wir fahren Richtung Sabie - auch einer der vielen schönen Orte in dieser Region - und kommen als erstes zu den Mac Mac Falls. Unterwegs haben wir immer wieder wunderbare Ausblicke in die herrliche Landschaft. Wir sehen und hören, dass es jedes Jahr viele Waldbrände gibt - andererseits sind wir erstaunt über die umfangreiche Forstwirtschaft. Neben den abgebrannten Flächen stehen schon wieder neue Pflanzungen und überall sind Forstarbeiter am Werk. Über Grashop fahren wir entlang der Panoramaroute zu God`s Window, auch einer der Sehenswürdigkeiten in der Region. Dann führt uns die Fahrt nach Norden zum Three rund a wels (Drie Rondawels) und weiter zu Bourkes Luck/Potholes. Wir machen ausgiebige Spaziergänge und noch mehr Fotos - irgendwann kann man die Eindrücke im Kopf allein nicht mehr bewältigen.
Die Mittagspause machen wir in Grashop im Pancakehaus. Angel hat einen Tisch bestellt und wir essen vorzüglich. Etwas später sind wir beim Kaffeefarmer im Sabie Valley. Eine angenehme Abwechslung auf der Reise. Der Chef persönlich erklärt uns alles: von der Blüte bis zum fertigen Kaffee - den wir dann natürlich auch ausgiebig probieren.
Über Hazyview fahren wir nach White River und über Nelspruit zum Malelane Gate des Krüger National Parks. Eine Menge Impalas und einige Giraffen sehen wir schon am Wegesrand bevor wir zu unserem Camp Berg-en-Dal kommen. Eine schöne Unterkunft erwartet uns, aber leider kein Internet. Also kann ich frühestens morgen etwas auf die Reise schicken. Apropos “morgen”:
Um 06:15h startet die Safari - hoffentlich klappt das mit dem Wecker.

Frühstück in der Misty Mountain Lodge

Bunter Vogel

Mac Mac Falls

Souvenirs

Bourkes Luck/Potholes
Auf der Kaffeefarm

Erste Eindrücke

Es hat ein paar Mal ziemlich “gewackelt” während des Fluges aber wir haben doch etwas geschlafen und sind morgens halbwegs frisch in Johannesburg gelandet. Immigration und Gepäck ging relativ schnell und in der Halle erwartete uns schon Angel Fuchs, unsere Reiseleiterin für die nächsten drei Wochen (sie kommt aus Bonn, lebt schon ewig in Südafrika und hat auch noch ein Domizil in Bonn, wo sie sich einige Monate im Jahr aufhält). Wir treffen die anderen Mitreisenden (insgesamt sind wir 12), tauschen Geld und finden Platz in einem komfortablen Mercedes-Minibus mit kleinem Anhänger für das Gepäck.
Also los geht’s: wir verlassen JNB, kommen durch einige Vororte, sehen etliche Townships und fahren für 1,5 Stunden auf der Autobahn nach Osten. Im Stadtbereich werden wohl noch Restarbeiten durchgeführt, die eigentlich schon zur WM hätten fertig sein sollen, aber sonst geht es ganz zügig bis nach Dullstrom. Eine schöne kleine Stadt, die schon an der L 540 in Richtung Norden liegt. In der Hauptstrasse reiht sich ein Restaurant an das andere, viele kleine Läden verkaufen schöne Souvenirs und die Bewohner haben viel gepflegtes Grün und Blumen rund um ihre Häuser. Eine typische Urlauberstadt, in der wir unser Mittagessen eingenommen haben. Auf der Fahrt erklärt uns Angel die Geschichte des Landes von den Portugiesen um 1488 über die Holländer, Engländer und bis zur Apartheid. Wir erfahren vieles über die Provinzen des Landes (von der Provinz Gauteng mit JNB als Hauptstadt sind wir heute schon in die Provinz Mpumanlanga (mit Nelspruit als Hauptstadt) gekommen. Wir hören von den Gastarbeiterproblemen die Südafrika auch hat, weil viele ungelernte Kräfte insbesondere aus dem Kongo ins Land strömen. Andererseits gibt`s auch hier die jungen neuen Reichen, die ihren Reichtum ungehindert zur Schau stellen, ihren 4x4 Wagen fahren und die Häuser mit hohen Mauern umgeben.
Angel erzählt von Land und Leuten, von lustigen Beerdigungen und vielem mehr, so dass wir uns am Ende dieses ersten Tages schon wirklich gut informiert fühlen.
Die Landschaft ist zunächst flach, sehr grün, mit großen Rinderherden und vielen wohl bestellten Ackerflächen auf denen jetzt der Mais und die Kartoffeln gut stehen. Ab Lydenburg - auch eine schöne Urlaubsregion mit vielen B&B - geht es dann aus der Ebene in die Berge bis wir auf 2.149 m über den Long Tom Pass fahren.
Weit ist es nicht mehr bis zu unserem Tagesziel “Misty Mountain Lodge” am Long Tom Pass. Es ist angenehm warm, die Sonne scheint und dann geschieht es urplötzlich: erst fahren wir noch durch die Sonne mit weitem Blick über das Land und hinter der nächsten Kurve stehen wir in den Wolken - unvermittelt! Leider ist das auch bei der Lodge so, es regnet ein paar Tropfen und die Sicht beträgt keine 50 m. Also erstmal diesen Bericht schreiben und ein paar Bilder hoch laden. Dann trifft sich die Gruppe zum Kennenlernen bei einem Glas Wein und danach gibt es dann ein vorzügliches Abendessen.

Erste Pause in Dullstrom

Tourbus mit Kofferanhänger

Weite Landschaft